Eine Tat, ein Toter – kein Täter?

Seit kurzem wird vor dem Landgericht Bremen zum dritten Mal der sogenannte „Brechmittelfall“ verhandelt. Hintergrund ist der Tod Laya Condés Anfang 2005 bei der zwangsweisen Verabreichung von Brechmitteln. Bei Condé wurde, um möglicherweise verschluckte Drogenkügelchen sichern zu können, trotz großer Verständigungsprobleme und einer unzureichenden Anamnese Brechmittel auf einer Polizeistation zwangsweise durch eine Magensonde eingeführt. Durch zusätzliches Einleiten von vielen Litern Wasser wurde das Erbrechen ausgelöst und beibehalten, auch als sich sein Zustand verschlechterte. Nachdem Condé …

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