Kleiderspenden

November 23, 2016 in Allgemein

Moin Werder-Fans,

Der Winter steht vor der Tür und dieses Jahr wollen wir wieder die kalte Jahreszeit nutzen, um diejenigen Menschen zu unterstützen, die genau jetzt diese Hilfe benötigen. Aus diesem Grund wollen wir auch diesen Winter wieder Kleiderspenden für Bedürftige sammeln. Um im Winter, gerade rund um Weihnachten, wenigstens etwas Wärme zu spenden, suchen wir alle Arten von hilfreichem Stuff. Warme Pullover, Jacken, Handschuhe, Schals und andere Klamotten, die ihr nicht mehr braucht, finden so sinnvolle Verwendung. Insbesondere werden Klamotten für Herren benötigt. Aber auch Isomatten und Schlafsäcke können sehr gut gebraucht werden.

Alle Kleiderspenden stellen wir der Comeback GmbH zur Verfügung. Die Comeback GmbH ist eine gemeinnützige Organisation, die sich auf die Betreuung von drogengefährdeten und -abhängigen Menschen und langzeitarbeitslosen Hilfsbedürftigen spezialisiert hat.

Eure Kleiderspenden könnt ihr ab 13:30 Uhr bis 14:45 Uhr an den Spieltagen gegen den FC Ingolstadt (Samstag, 03.12.2016) und den 1. FC Köln (Samstag, 17.12.2016) bei uns am Caillera-Stand (am Ostkurvensaal) abgeben.

Also, schaut in euren Kleiderschränken nach. Hier und dort wird es bestimmt ein, zwei Jacken, Pullover oder ähnliche wärmende Teile geben, die ihr nicht mehr benötigt, um so denjenigen ein wenig Hilfe zu leisten, die es in dieser Jahreszeit am meisten brauchen. Wir hoffen, dass wir auf eure zahlreichen Spenden an den letzten beiden Heimspieltagen zählen können. Eure Mitmenschen und auch wir wären euch sehr dankbar!

Caillera Ultras – SVW

»Grün und Weiß für immer«-Hoodie neu in der Boutique!

November 15, 2016 in Allgemein

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Kommuniqué zum Auswärtsspiel bei RB Leipzig

Oktober 20, 2016 in Allgemein

Gerade mal zwei Wochen ist es her, dass einige Fangruppen RB Leipzigs aus dem „Fanverband“ austraten, weil sie diese Versammlungen als inhaltsleer ansahen und die Entscheidungshoheit seitens der Funktionäre für sie nicht mehr tragbar war. Fatal für einen Verein, der die Hürden für eine Vereinsmitgliedschaft so hoch ansetzt, dass es ohnehin nur eine Handvoll entscheidungsberechtigter Mitglieder gibt, die alle dem Unternehmen Red Bull verbunden sind. Kritisiert wird allgemein, dass der Club sich durch das Geld der Marke Red Bull in die 1. Liga spielen konnte und Spieler RB Leipzigs und RB Salzburgs beliebig oft hin und her wechseln können werden. Der Vorwurf, der Verein habe seine sportlichen Erfolge nicht durch „ehrliche“ Leistung in einem „fairen“ Wettbewerb verdient, erscheint auf den ersten Blick nicht unbegründet. Aber wie fair ist dieser Wettbewerb eigentlich?

Nicht zuletzt die „Nein zu RB“ Kampagne und die damit einhergehenden Boykottaktionen lassen außer Acht, dass der Fußball in einer kapitalistischen Gesellschaft logischerweise auf Profitmaximierung ausgerichtet ist – und das nicht nur in Leipzig, Hoffenheim oder Ingolstadt. Schon die Gründung der Bundesliga markierte den Übergang vom Amateurismus zum Profitum. Der Streit darum geht bis in die Anfangstage des Fußballs zurück. Tatsächlich gibt es etliche „große“ und etablierte Vereine, die zwar formal an die „50+1“-Regelung gebunden sind, jedoch von den Zuwendungen ihrer Sponsoren und Investoren abhängig sind und von diesen beeinflusst werden. Das alles ist kein neues Phänomen: Der erste deutsche Verein, der Trikotwerbung seines Sponsors einführte, war 1973 Eintracht Braunschweig. Die erste deutsche Fußball-Kapitalgesellschaft, die an die Börse ging, war 2000 die Borussia Dortmund GmbH & Co. KgaA, welche zuvor aus dem Verein ausgegliedert worden war. Der erste deutsche Verein, der seinen Stadionnamen verkaufte, war 2001 der Hamburger SV. Drei erklärte „Traditionsvereine“, die in der Kapitalbeschaffung neue Wege gingen und mit alten Traditionen brachen. Traditionen, die schon immer offen für Gönner und Mäzene waren.

Dennoch wird das Schreckensszenario gezeichnet, dass „Traditionsvereine“ von „Emporkömmlingen“ nach und nach in die unteren Ligen verdrängt und ihre privilegierte Stellung verlieren würden. Aber auch unsere lieben „Traditionsvereine“ spielen nach diesen Regeln, weswegen wir es paradox finden, dass die Kommerzialisierung im eigenen Verein von den meisten als notwendiges Übel oder gar berechtigt gilt, um konkurrenzfähig zu bleiben. Wir finden es falsch, uns auf sogenannte Retortenvereine oder Plastikclubs, welche nur die Spitze des Eisbergs markieren, einzuschießen.

Deshalb fahren wir Sonntag nach Leipzig und unterstützen unsere grün-weiße Elf. Wir möchten betonen, dass dies kein Aufruf ist, alles hinzunehmen, was einer oder einem vor die Füße geschmissen wird. Es ist notwendig, sich für einen angenehmeren Fußball und Mitbestimmung einzusetzen. Wir wissen beispielsweise zu schätzen, dass das Weserstadion noch seinen ursprünglichen Namen trägt. Zweifelhaft ist für uns aber die Art der Kritik, welche nur einen Teil des Problems ins Auge nimmt und dabei völlig ausblendet, warum der Fußball so funktioniert, wie er es tut. Es ergibt für uns keinen Sinn, RB zu boykottieren und dabei ernsthaft davon überzeugt zu sein, das Richtige zu tun. Um prominent zu zitieren: „Es gibt kein richtiges Leben im Falschen.“

Konsequent wäre also eine allgemeine Kritik am Kapitalismus, nicht nur bei RB, nicht nur im Fußball, sondern überall!

Infamous Youth, Caillera, L’Intesa Verde, UltrA-Team Bremen

Filmvorführung: Girl Power

Oktober 5, 2016 in Veranstaltungen

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Am Mittwoch, den 12.10.2016 zeigen wir im OstKurvenSaal den Graffiti-Film „Girl Power“ und beteiligen uns somit an den europaweiten Football People Action Weeks gegen Diskriminierung im Fußball. Die jährlich stattfindenden, europaweiten Football Action Weeks vereinen dieses Jahr über 2.000 Aktivitäten gegen Diskriminierung im Fußball und erreichen damit direkt mehr als 100.000 Menschen. Wir unterstützen diese Initiative dieses Jahr damit, dass wir einen Fokus auf das Thema Sexismus legen wollen.

Wir begreifen die Fankurve, und insbesondere die Ultrakultur, als eine Subkultur, die für uns alle einen Platz frei von gesellschaftlichen Zwängen und Druck sein kann und soll. Damit geht unser Bestreben einher, die Fankurve so zu gestalten, dass sie im Idealfall zu einem diskriminierungsfreien Ort wird. Leider ist dies bislang noch nicht der Fall, sind wir doch alle mehr oder minder in dem gegenwärtigen Zustand der Gesellschaft verwurzelt und seinen Einflüssen ausgesetzt. Dies bedeutet für uns jedoch nicht, diesen Zustand zu akzeptieren oder gar als gut zu befinden.

Wir wollen weiter an den allgegenwärtig präsenten Diskriminierungsformen arbeiten und nutzen die Gelegenheit, die uns die Football People Action Weeks geben, um das Thema Sexismus wieder etwas mehr in den Vordergrund zu rücken. Wir wählen dafür den Ansatz, über den Tellerrand unserer eigenen Subkultur hinweg zu blicken, um so ggf. Rückschlüsse auf unser eigenes Zusammenleben innerhalb der Fankurve und dort vor allem innerhalb der Ultrakultur ziehen zu können. Der 2016 erschienene Graffiti-Film „Girl Power“ bietet uns die seltene Gelegenheit, Eindrücke davon zu gewinnen, welchen Widerständen Frauen* ausgesetzt sind, wenn sie sich subkulturell verwirklichen wollen.

In einer überwiegend männlich* dominierten Szene werden weibliche* Künstlerinnnen zunehmend erfolgreicher und verwirklichen sich mittlerweile in eigenen Magazinen oder Graffiti-Shows. Dieser Film zeigt sowohl die Geschichten von Graffiti-Künstlerinnen* in 15 Städten dieser Welt als auch die Geschichte der Produzentin Sany, wie sie sich 7 Jahre lang der Produktion dieses Films widmete, um weibliche* Emanzipation im Graffiti zu dokumentieren und um anderen Frauen* die Möglichkeit zu geben, sich mit Graffiti zu verwirklichen.

Wir freuen uns also sehr, diesen Film am kommenden Mittwoch präsentieren zu dürfen und hoffen, dass ihr genauso Bock darauf habt wie wir. Die Vorstellung geht um 19:00 Uhr los. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, das Gesehene und Erfahrene gemeinsam zu reflektieren und zu diskutieren. Der Eintritt ist kostenlos!

Für mehr Infos checkt: http://www.girlpowermovie.com/

Wir als Veranstalter*innen möchten, dass sich Besucher*innen auf unserer Veranstaltung wohlfühlen. Für Sexismus, Rassismus, Homophobie, Antisemitismus und andere Diskriminierungsformen ist hier kein Platz.